jochens weblog

7. November '05

Sony, Rootkits und DRM

Abgelegt unter: Dies & Das um 21:07

Erst installiert Sony Music ungefragt ein Rootkit, um damit “DRM-Software” zu verstecken und unerwünschte Kopien der Musik-CD zu verhindern (siehe dazu Mark Russinovichs Analyse). Es ist schon schlimm genug, daß man zum Abspielen diverser geschützter Musik-CDs spezielle Abspielsoftware installieren muß, um die CDs auch am PC hören zu können. Aber das hier schlägt dem Faß den Boden aus.

Dann tun sie so, als wär das alles garnicht schlimm und stellen flugs irgendwo versteckt einen Uninstaller für die “DRM-Software” bereit. Der Uninstaller macht seinem Namen leider keine Ehre, sondern installiert stattdessen ein Upgrade. Immerhin wird die Rootkit-Funktionalität damit beseitigt. Mit ein bißchen Glück erlebt man bei der “Deinstallation” dann noch einen farbenprächtigen Bluescreen.

Nun bekommen sie die Quittung dafür und werden in Italien verklagt. So ist’s richtig!

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23. Oktober '05

Flock - DER Browser für Blogger?

Abgelegt unter: Webweites um 14:22

Flock ist ein neues Sternchen am Browserhimmel. Wer heutzutage einen eigenen Browser auf den Markt bringt, muss schon ein paar besondere Features mitbringen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Flock basiert auf Mozilla Firefox, ist aber keine einfache Extension. Vielmehr wurde Firefox an diversen Ecken und Enden aufgebohrt. Neu sind z.B.:

  • Support für diverse Blog-Software (derzeit WordPress, Movable Type, Typepad und Blogger) incl. Rich Text Editor. Flickr wird natürlich auch unterstützt.
  • Clevere Bookmarkverwaltung, auf Wunsch auch online bei del.icio.us.
  • Besuchte Webseiten werden indiziert und die Browserhistorie hat eine Volltextsuche eingebaut.
  • RSS-Integration und -Aggregation.

Das Konzept finde ich sehr interessant, werde mir den Kleinen mal ein wenig näher anschauen :)

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Wirklich große Bilder…

Abgelegt unter: Webweites um 14:00

…macht Graham Flint. “Groß” ist eigentlich schon untertrieben: Die Bilder haben eine Auflösung von 4 GigaPixel (!). Interessanterweise wird dafür aber keine Digitalkamera verwendet, sondern herkömmliche analoge Technik. Eine Digitalkamera könnte die anfallenden Daten allenfalls verarbeiten, wenn sie an einen Supercomputer angeschlossen wäre. 38 Terrabit/s sind nunmal kein Pappenstil. So ganz herkömmlich ist die 30-kg-Kamera aber dann doch nicht: Die Filmpatronen werden normalerweise in den Kameras von Spionageflugzeugen eingesetzt, jedes Negativ hat ein Format von 460mm x 230mm und die Linsen wurden speziell angefertigt.

Damit sind nun beeindruckend detailreiche Aufnahmen möglich. Die aus mehreren Kilometern Entfernung gemachten Bilder lassen sich quasi beliebig vergrößern. So sind z.B. Details in einem Hotelzimmer erkennbar, das von Weitem betrachtet Teil der Silhouette von San Diego ist.

Auf der Homepage des Gigapixl-Projekts gibt es neben der Gallerie auch noch weitere Informationen zu den Hintergründen und der verwendeten Technik. Ethan Zuckerman hat einen schönen Beitrag dazu in seinem Blog geschrieben.

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5. Oktober '05

Browser-Shootout: Firefox, IE7 und Opera 8.5

Abgelegt unter: Webweites um 21:37

Chip.de hat diverse Features der drei genannten Browser verglichen. In 10 Kategorien gabs jeweils maximal zwei Punkte zu holen. Mein Lieblingsbrowser wurde klarer Sieger nach Punkten. So gehört sich das! Oder hat jemand ernsthaft etwas anderes erwartet? :) Lediglich bei der Suchleiste gabs Abzüge in der B-Note. Dabei ist die auch äußerst komfortabel anpassbar, man muss dafür nur ein .ini-File bearbeiten ;) Merke: Von Redakteuren nicht zuviel erwarten.

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Lidl: Betriebsrat gegründet, Filiale geschlossen

Abgelegt unter: Dies & Das um 18:21

Da geniesse ich doch grade bei meiner allabendlichen Lektüre eine leckere “Vanille Gourmet Creme” von meinem Lieblingsdiscounter, und dann stolpere ich über diese Nachricht. Lidl hat scheinbar etwas gegen Betriebsräte. Kurzerhand werden Filialen geschlossen, in denen sich die Mitarbeiter organisieren. Gegen die Schließung in Calw liegt zwar ein richterlicher Beschluß vor, aber das interessiert den Betreiber nicht weiter. Ich überlege grade ernsthaft, ob ich mein Geld weiterhin dort hin bringe…

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2. Oktober '05

Schach-WM in San Luis

Abgelegt unter: Dies & Das um 22:41

Derzeit wird in San Luis (Argentinien) die FIDE Schachweltmeisterschaft ausgetragen. Die acht besten Spieler der Weltrangliste sind anwesend: Michael Adams, Vishwanathan Anand, Rustam Kasimdzhanov, Peter Leko, Judit Polgar (die einzige Frau, die sich and er Weltspitze behaupten kann), Alexander Morozevich, Peter Svidler und Veselin Topalov. Als Favoriten werden Anand und Topalov gehandelt. Letzterer wird dieser Erwartungshaltung bisher gerecht, er führt derzeit nach den ersten vier Partien mit 3,5 von 4 möglichen Punkten.

Bei Chessbase.de gibt es eine Zusammenfassung der ersten Spieltage. Die Partien werden immer live ab 20:00 Uhr auf dem Chessbase-Server übertragen, dazu wird ein Audiokommentar angeboten. Auf der englischen chessbase.com kommentiert GM Nigel Short sehr wort- und bildreich (Chessbase hat extra ein kleines Glossar dafür angelegt ;) ) die Partien des Vortags. Nach dem spielfreien Sonntag geht es morgen abend weiter. Der neue FIDE Weltmeister wird spätestens am 15. Oktober feststehen und vermutlich 2006 auf Vladimir Kramnik treffen.

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1. Oktober '05

Pinkelkunst

Abgelegt unter: Webweites um 20:31

Der tschechischer Künstler David Cerny hat zwei pinkelnde Bronzefiguren geschaffen. Die beiden Herren bewegen sich beim Wasserlassen relalitätsgetreu. Aber das beste kommt noch: Die Skulptur ist interaktiv. Man kann eine SMS an hinschicken, der Text wird dann Buchstabe für Buchstabe ‘geschrieben’. Na das ist doch mal innovativ :D

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26. September '05

HTSYITF - Heute: Debian

Abgelegt unter: Webweites um 22:06

HTSYITF?! Es geht doch nix über selbsterfundene, einprägsame Akronyme. Damit meine ich “How To Shoot Yourself In The Foot”. Eigentlich ganz logisch, oder?

So wie’s aussieht, hat Debian die X-Userbase ein wenig unterschätzt. Ansonsten hätten sie vielleicht mit der DDOS-Attacke gerechnet und sich ein wenig besser drauf vorbereitet ;)

Endlich mal wieder ein wenig bloggen. Und dann gleich sowas lustiges :D

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28. Juni '05

Mensch gegen Maschine - diesmal: 0.5:5.5

Abgelegt unter: Dies & Das um 20:20

Zum ersten mal wurde dieser Wettkampf 1997 zwischen Gary Kasparov und IBMs extra dafür entwickelten Schachcomputer DeepBlue ausgetragen. Sechs Partien später war Kasparov knapp mit 3.5:2.5 geschlagen, und IBM zerlegte den Superrechner in seine Einzelteile.

2003 kam es zu einer Neuauflage. Diesmal trat Gary gegen einen deutlich schwächeren Gegner an: DeepJunior aus dem Hause Chessbase mußte sich auf einem Rechner mit 8 Xeon-CPUs beweisen. Aber schiere Rechenleistung (DeepBlue war ca. 100mal schneller als DeepJunior) ist beim Schach nicht alles, und so stand es nach sechs Partien 3:3.

In London wurde nun in den letzten Tagen erneut verbissten gekämpft. Die Kontrahenten: Michael Adams, Nummer 1 in England und Nummer 7 der Weltrangliste, trat gegen Monstercluster (64 Rechner mit je einem 3-GHz-Xeon, 8 GB RAM und einer speziellen FPGA-Karte) fegte Adams mit 5.5:0.5 vom Brett. Nur in einer Partie konnte Adams ein Remis erreichen, ansonsten hatte er weder mit Schwarz noch mit Weiss den Hauch einer Chance. Die Partien gibts zum Nachspielen auf hydrachess.com.

Bei Chessbase finden sich auch ein (derzeit) zweiteiliges Interview mit dem deutschen Großmeister Christopher Lutz, der im Team von Hydrachess für das Eröffnungsbuch zuständig ist (Teil 1, Teil 2).

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13. Juni '05

Apples MacOS 10.4 für Intel geleaked

Abgelegt unter: Dies & Das um 08:54

Mit der Ankündigung, in Zukunft die eigene Hardwareplattform auf Intel-CPUs umzustellen, hat Apple vor einigen Tagen die Fachwelt und auch Joe User sehr überrascht. Noch überraschter waren die Zuschauer, als Steve Jobs auf der Macworld einen lauffähigen Intel-Mac incl. Betriebssystem und Applikationen vorführte. Er erklärte, daß MacOS X angeblich schon von Anfang an ein geheimes Doppelleben geführt hat und stets parallel auch auf Intel-Hardware portiert wurde. Gleichzeitig unterstrich er, daß Apple keinesfalls plant, MacOS auf jeden beliebigen PC lauffähig zu machen, auch wenn dies technisch sicher kein Problem wäre.

Da kommt das Demosystem von der Macworld ins Spiel. Bei dem gezeigten Entwicklersystem handelt es sich um gewöhnliche PC-Hardware. Für viele war es also quasi nur eine Frage der Zeit, bis die dort gezeigte Betriebssystemversion über dunkle Kanäle an die Öffentlichkeit gelangt. Genau dieses ist nun scheinbar passiert.

Jeder kann so auf seinem PC mit einer Vorabversion ausprobieren, wie sich MacOS anfühlt und schon mal darüber nachdenken, ob ein Umstieg in Frage kommt. Es wird keine Updates und auch keinen Support geben, die Haltbarkeit der geleakten Version ist daher eher begrenzt. Für potentielle Kunden stellt es aber eine willkommene Gelegenheit dar, einmal über den Tellerrand hinauszuschauen. Nun darf man sich fragen, wie so etwas passieren konnte. Ist Apple wirklich so blöd? Oder war es einfach ein genialer Marketingschachzug? Das weiß wohl nur Steve Jobs.

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